Dienstag, 6. Dezember 2016

[Weihnachtsspecial] Ein Interview mit Saskia Louis

Hallo, liebe Leser!

Wie versprochen dürft ihr euch in diesem Monat auf vier Interviews freuen und gleich heute, am Nikolaustag habe ich das erste für euch! Meine Interviewpartnerin ist eine äußerst humorvolle, aber ebenso intelligente Frau, die ich bereits nach ihrem ersten Band zu meinen deutschen Lieblingsautoren gezählt habe. Nachdem ich vor Kurzem auch ihren zweiten Band der Baseball Love - Reihe gelesen habe, ist sie sogar zu meinen Lieblingsautorinnen (Natonal/international) aufgestiegen, denn ihre Bücher bringen mich immer wieder zum Lachen und ich bin unheimlich froh, dass sie mir ein paar meiner zahlreichen Fragen beantwortet hat. Herzlichen Dank an...

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Saskia Louis

kam 1993 in Herdecke mit einer Menge Fantasie zur Welt, die sie seit der vierten Klasse nutzt, um Geschichten zu schreiben. Zusammen mit ihren zwei älteren Brüdern wuchs sie in der Kleinstadt Hattingen auf, doch über die Jahre hat sie ihr Zuhause in unterhaltsamer Frauenliteratur und Fantasy gefunden.
Sie ist überzeugt davon, dass Kuchen zwar nicht alle, aber doch die meisten Probleme lösen kann und glaubt, dass Tagträumen eine unterschätzte Profession ist.
Heute studiert sie Medienmanagement in Köln, gestaltet Beiträge für den Bürgerfunk, schreibt Songs und wünscht sich, dass Menschen mehr singen als schimpfen würden. Ihr größter Traum ist es, den Soundtrack zur Verfilmung eines ihrer Bücher zu schreiben. Q


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Mein Lieblingsbuch von ihr: Liebe auf den ersten Schlag

9783960870401

Luke hat ein Problem. Die Presse denkt, er ist ein Womanizer und das findet das Management des Baseballspielers überhaupt nicht lustig. Eine prüde, langweilige und durchschnittliche Freundin muss her … und wer würde sich da besser eignen als die süße, deutsche Eventplanerin, der ‚normal‘ und ‚langweilig‘ praktisch auf die Stirn geschrieben steht?
Emma hat kein Problem. Bis sie von ihrer Firma nach Philadelphia versetzt wird und sie ausgerechnet ihrem einzigen One-Night-Stand über den Weg läuft. Dass der Kerl berühmt und reich ist, hat er bei der letzten Begegnung wohl vergessen zu erwähnen. Und dann kommt er auch noch mit der wahnwitzigen Idee um die Ecke, sie solle seine Freundin mimen, damit er sein Image aufpolieren kann. Natürlich wird sie das nicht tun. Doch der Mann hat einfach ein paar richtig gute Argumente …

Liebe auf den ersten Schlag – Leseprobe



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Und hier kommt mein kleines Interview mit der Autorin:

Ich: Zwei Bände, zwei heiße Typen (eigentlich ja noch einige mehr) und zwei schlagfertige Damen (auch wenn Dexter mir widersprechen würde): Wenn du einen deiner Charaktere als deinen besten Freund oder deine beste Freundin haben könntest, wen würdest du wählen?


Saskia: Oh, wie gemein. Ich liebe alle meine Kinder gleich … äh … Charaktere! Ich liebe alle meine Charaktere und würde am liebsten eine fette Party mit ihnen schmeißen, bei der ich dann Luke unter den Tisch trinken, mich von Emma im Billard schlagen lassen und mir von Kaylie und Dexter etwas von Baseball erzählen lassen könnte. Wenn ich deine Frage jetzt aber beantworten MUSS … mhm … also, die Kerle könnten nicht meine besten Freunde sein, weil ich dann versucht wäre, sie Emma und Kaylie auszuspannen. (Und ich weiß, was sie mögen, wäre dann wahrscheinlich auch erfolgreich und meine Leserschaft würde mich auf ewig hassen – das kann ich also nicht riskieren.) Aber zwischen Emma und Kaylie kann ich mich unmöglich entscheiden. Ich würde sie einfach direkt beide nehmen!


Ich: Treten bei unseren Protagonisten Emma und Kaylie Eigenschaften auf, die von deinem eigenen Charakter inspiriert sind? Oder erinnern sie dich an Personen aus deiner Umgebung?


Saskia: Ich würde grundsätzlich sagen, dass jeder Charakter etwas von mir selbst in sich trägt. Das lässt sich einfach nicht verhindern, denn mein Unterbewusstsein kann ich nicht ausschalten. Insgesamt glaube ich, wenn ich das bescheiden bemerken darf, dass ich Emmas und Kaylies Schlagfertigkeit und Humor mit ihnen teile. Ich liebe Schokolade wie Emma (kann Weingummi allerdings nicht wirklich viel abgewinnen, vor allem nicht dem Englischen Weingummi, das einem zwischen den Zähnen klebt), bin dafür katastrophal schlecht im Billardspielen. Ich bin wie Kaylie eine schlechte Gewinnerin und wie Emma liebe ich es, zu provozieren. Und manchmal bin ich wie Emma etwas unsicher darin, was Menschen von mir denken könnten. Andererseits bin ich oftmals sehr unorganisiert und verplant. Ich bin übrigens großer Fan von dem Wort Strüh und verfolge wie Kaylie das Ziel, es im den allgemeinen Sprachgebrauch einzuführen! Ich habe also Ähnlichkeit mit beiden Charakteren, und bin gegenteilig zu manchen Eigenschaften.
Ansonsten würde ich fast behaupten, dass ich wirklich penibel genau darauf achte, keine Charaktere zu entwerfen, die allzu nah an mir oder an meinen Freunden sind. Gerade letzteres versuche ich zu verhindern, denn das könnte mich wirklich in Schwierigkeiten bringen, wenn meine Freunde anfangen zu fragen: „Du, sag mal … basiert die Figur auf mir?“


Ich: Was verbindet dich persönlich mit Baseball?


Saskia: Ich habe eine riesige Familie und unter anderem auch diverse Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins, die in den USA wohnen. Mit achtzehn war ich eine Zeit lang bei Verwandten, die bei Philadelphia gewohnt und mich dann prompt zu meinem ersten Baseballspiel mitgenommen haben. Ich fand das total faszinierend, weil das Spiel anders war als jeder Sport, den ich in Deutschland je zu Gesicht bekommen hatte. Nachdem mir dann in aller Bandbreite die Regeln erklärt worden sind (es wurde zumindest versucht, denn du meine Güte, es gibt so unglaublich viele Regeln!), hatte ich echt ziemlichen Spaß dabei, zuzusehen. Ich habe außerdem dort öfter mit meinen Cousins auf der Wiese hinterm Haus Baseball gespielt – und es kann sehr befriedigend sein, mit einem Stück Holz auf einen Ball einzuschlagen. Als ich dann zurück nach Deutschland kam, wusste ich, worum es in meinem nächsten Buch gehen würde.


Ich: Ich persönlich liebe ja die Teamdynamik der Delphies und was sich so in den Umkleidekabinen abspielt. Würdest du gerne einmal einen Tag mit dem Team verbringen und wenn ja, was würdest du mit diesen ganzen Traumtypen anfangen?


Saskia: Ja, mir machen diese Umkleiden-/Fitnessraumgespräche auch mit am meisten Spaß beim Schreiben und natürlich würde ich gerne eine ganze Woche mit den Jungs verbringen! Besonders mit Jake würde ich gerne mal ein, zwei Worte wechseln. Ich glaube, wir hätten da einiges zu bereden. Außerdem würde ich einfach gerne mal ein Bier mit den Jungs trinken gehen wollen (Für mich gäbe es Weißwein, ich mag kein Bier), ein bisschen mit ihnen rumblödeln und lachen.


Ich: Kannst du uns einen kleinen Tipp darauf geben, was uns im dritten Band erwarten wird?


Saskia: Band Drei der Reihe wird noch einmal komplett anders als die Teile davor. Inwiefern anders kann ich noch nicht so ganz benennen. Vielleicht insgesamt etwas nachdenklicher, was vor allem an den Hauptcharakteren Chloe und Sam liegt, die beide einige persönliche Probleme haben – nicht zu vergessen eine nicht so einfache (gemeinsame und getrennte) Vergangenheit. Zeitlich wird das Ganze parallel von der Novella „Spiel um deine Hand“ laufen und es wird auch die ein oder andere Anspielung zu finden sein … aber mehr verrate ich nicht


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Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal an Saskia Louis für das Interview und auch für ihre unterhaltsamen und emotionalen Bücher.

 Wenn ich euch mit diesem Interview und der Autorenvorstellung vielleicht Lust auf die Bücher von Saskia Louis gemacht habe, dann schaut auf jeden Fall in der Woche zwischen Heiligabend und Silvester hier vorbei ;)

Liebe Grüße, eure Sophia
 

Sonntag, 4. Dezember 2016

Außergewöhnlich verliebt

Eine Autopanne zwingt Ted, Tierarzt und Traum aller Schwiegermütter, am Straßenrand zu halten. Ratlos steht er vor der geöffneten Motorhaube, als eine Frau in Schwarz mit ihrem Motorrad neben ihm hält. Die schöne Unbekannte ist genauso schnell wieder weg, wie sie aufgetaucht ist, doch man begegnet sich schließlich immer zweimal.
Sam hat keinerlei Verpflichtungen. Sie sucht mit ihrem Wohnmobil das Weite, wann immer sie in ungemütliche Situationen gerät. Und dafür hat sie ein Händchen, denn sie liebt das Risiko.
Bis Ted in ihrem Leben auftaucht und sich die Wildkatze in ein Schmusekätzchen verwandelt. Wäre da nicht ihre Vergangenheit, die sie immer wieder einholt und den beiden einen Strich durchs Liebesglück zu machen scheint … Q

Sarah Saxx, Band 4, eBook
228 Seiten, 13 Kapitel
ASIN: B01MCXQUE5, 2,99€


Sarah Saxx

wurde 1982 geboren und lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern, einem schokobraunen Labrador und zwei schneeweißen Katzen in Oberösterreich in einem kleinen, idyllischen Kurort.
Seit sie denken kann, liebt sie Bücher. Ihre Vorliebe für romantische Romane und der Wunsch nach noch mehr Geschichten, die das Herz berühren, war schließlich der Auslöser, ihre eigenen Ideen und Gedanken niederzuschreiben. Unter dem Pseudonym Sarah Saxx möchte sie die Gefühle, die sie beim Schreiben empfindet, an ihre Leser weitergeben. Q


Meine Meinung

Von vorn hinein war für mich klar, dass dieser neuer Sarah Saxx - Roman mich mal wieder begeistern wird. Bei ihr habe ich mittlerweile einfach eine Garantie, dass ihre Bücher mich nicht enttäuschen, wenn mir auch nicht alle ihre Werke gleich und ohne Makel gefallen. Dieses hier war keine Enttäuschung, jedoch muss ich auch zugeben, dass mich die tollen Charaktere dieses Mal nicht ganz so mitreißen konnten, auch wenn es einige packende und interessante Momente gibt.

Seine fast schwarzen, kinnlangen Haare umspielten seinen gepflegten Vollbart. Mir einer lässigen Geste fasste er die Strähnen, die ihm ins Gesicht fielen, am Hinterkopf zusammen, was seinen Untercut zum Vorschein brachte. Das helle Blau seiner Augen wirkte keinesfalls kühl, als er mich von oben bis unten musterte.
- S.10 (eBook)

Wie sich unser Protagonist Ted, der liebenswürdige Tierarzt, immer wieder so schön ausdrückt, ist unsere Protagonistin Sam wirklich ein Teufel, aber auch ein Engel. Das kommt ganz auf ihre Gefühlslage drauf an. Auch wenn mich das zu Beginn etwas irritiert hat, war es dennoch unterhaltsam und hat ihrer Beziehung mit Ted die gewisse Würze gegeben. Ted hingegen ist wirklich ein Traum und es tat mir leid, dass er einige Male mit dem Teufel Sam umgehen musste, auch wenn ihn das vermutlich ebenso gereizt hat wie ihre liebe Seite. Insgesamt haben mir beide sehr gut gefallen, ihre Annäherung war spannend und ich habe sie wahnsinnig gerne mitverfolgt. Sie existieren wie nicht alle Protagonisten (ich rede nicht von Sarah ihren) völlig selbstständig und brauchen den jeweils anderen nicht, was für mich sehr wichtig ist, auch wenn sie sich dennoch mit ihm viel wohler fühlen.

Zähneknirschend lehnte ich mich zurück. "Ihr Name ist Sam." Dann erzählte ich meinem Kumpel alles, was bisher zwischen ihr und mir gelaufen war. Zwar würde er mir nicht weiterhelfen können - das konnte vermutlich niemand -, aber es tat irgendwie gut, diesen Ballast endlich bei jemand abladen zu können und mir nicht mehr alleine den Kopf zerbrechen zu müssen.
- S.70 (eBook)

Was mich vor allem gefreut hat, ist, dass wir meinen Liebling Dean, den wir ja bereits seit dem allerersten Greenwater Hill Band kennen, wiedersehen durften und es zwischen ihm und Ted ein paar schöne, freundschaftliche Szenen gab, auch wenn die Autorin für meinen Geschmack noch etwas hätte draufpacken können. Ich genieße es immer sehr, wenn die Beziehung unserer Protagonisten nicht nur zueinander, sondern auch noch zu anderen Menschen in ihrem Leben dargestellt wurde. Da Ted dafür aber auch noch viel Kontakt und einige ebenso tolle Szenen mit Maya hatte, gibt es hier natürlich keinen Punktabzug meinerseits.

Herrgott, hatte er etwas Shades of Grey gesehen, oder war es einfach nur Zufall, dass ich eben das Gefühl hatte, in der Szene des Films gelandet zu sein, in der Ana Steel nach einer alkoholdurchzechten Nacht aufwacht und auf ihrem Nachttisch Orangensaft und Ibuprofen mit Anweisen von Christian Grey zur Einnahme vorfindet?
- S.105  (eBook)

Weiterhin hatte ich das Gefühl, dass sich Sarah Saxx von Buch zu Buch mehr zutraut, vor allem was die Sexszenen betrifft. Auch wenn es vermutlich mehr von den Charakteren abhängt, habe ich das Gefühl, dass sie von Buch zu Buch und somit auch von Band zu Band dieser Reihe mutiger wird und diese Szenen ausführlicher beschreibt und sie auch noch weiter ausschmückt. Aber das ist ja nicht das Hauptthema dieses Buches, weswegen ich auch nicht weiter darauf eingehen will. Auf jeden Fall muss ich sagen, dass dieser vierte Band der Greenwater Hill Love Stories wieder ein kurzweiliger, aber sehr schöner und unterhaltsamer Liebesroman geworden ist.


Fazit:

Ein schöner vierter Band, der zwar ebenso authentische und sympathische Charaktere wie die vorherigen Bände aufweist, mich aber leider nicht ganz so mitreißen, dafür aber dennoch sehr gut unterhalten konnte.

Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an Sarah Saxx!

Liebe Grüße, eure Sophia

Samstag, 3. Dezember 2016

[Leseplanung] Der letzte Monat dieses Jahres :)

Hallo, liebe Leser!

Es kommt mir beinahe so vor, als war vor einigen Tagen noch Februar, aber nein, mittlerweile sind erneut fast 12 Monate ins Land gestrichen und in wenigen Tagen muss ich mich dann wieder an eine neue Jahreszahl gewöhnen, so ein Schrott :D Dennoch werde ich das Lesen auch nicht im letzten Monat des Jahres vernachlässigen, naja, vielleicht doch ein wenig, denn ich habe auch noch einiges mehr geplant in diesem Monat - für euch, auf diesem Blog!
Aber dazu später, erst einmal zeige ich euch, welche Bücher ich gerne noch bis zum Ende dieses Jahres beenden würde...


Tote Mädchen lügen nicht - Jay Asher
Letting Go - Wenn ich falle - Molly McAdams
Beautiful Bitch, Bombshell, Beginning - Christina Lauren
Spiel um deine Hand - Saskia Louis
Wenn ich bleibe - Gayle Forman
Sturm aus dem Süden - T.S. Orgel


Was euch im Dezember hier noch erwartet a.k.a. MEIN WEIHNACHTSSPECIAL

Selbstverständlich wird es jeden Sonntag, auch im Dezember, eine Rezension von mir geben, aber das ich noch nicht alles. Ihr dürft euch freuen auf:

4 Interviews mit tollen Autorinnen
1 Buch - Serie Vergleich
3 TTTs

und...

1 große Weihnachtsverlosung!


Also schaut auf jeden Fall vorbei!

Liebe Grüße, eure Sophia

Donnerstag, 1. Dezember 2016

[TTT] #61 - Deine 10 liebsten TV-Serien

Liebe Leser,

dieses Thema des dieswöchigen Top Ten Thursday scheint geradezu für mich geschaffen, denn ich liebe Serien über alles, fast so sehr wie Bücher :) Und heute darf ich euch meine zehn allerliebsten vorstellen, also seht hier selber:


1. Supernatural
2. One Tree Hill
3. Outlander
4. Game of Thrones
5. Shadowhunters
6. Lucifer
7. iZombie
8. Merlin
9. Primeval
10. Hannibal


Doch wie es mit allen guten Serien ist, muss man immer so unheimlich lange auf die neuen Folgen warten. Aber naja... Wenn eine Serie wirklich gut ist, dann wartet man auch liebend gerne etwas länger auf die Fortsetzung.

Was haltet ihr denn von meinen hier aufgeführten Serien? Welche nennt ihr eure Lieblingsserien?

Liebe Grüße, eure Sophia

Dienstag, 29. November 2016

[Lesemonat] November 2016

Hallo, liebe Leser!

Das Ende des Jahres rückt immer näher. Nur noch ein Monat liegt vor uns, dann müssen wir uns wieder an eine neue Jahrszahl gewöhnen, was bei mir immer sehr lange dauert. Ich weiß wirklich nicht, wo all die Zeit hin ist. Mir scheint, das letzte Weihnachten ist noch gar nicht lange her, vielleicht drei Monate, aber nein, es sind fast zwölf. Das einzige Maß, dass mir vor Augen hält, dass wirklich enorm viel Zeit vergangen ist, ist die Anzahl meiner gelesenen Bücher, mit der ich wirklich sehr zufrieden bin. Aber die gesamte Statistik von 2016 bekommt ihr erst Anfang Januar. Heute stelle ich euch nur kurz den vergangenen November vor.


Statistik:

7 Bücher beendet
2504 Seiten gelesen
2 neue Bücher begonnen
7 Rezensionen geschrieben

  7 neue Bücher

4 neue Rezensionsexemplare
3 Bücher gekauft
0 Bücher getauscht
0 Bücher geschenkt bekommen
0 Hörbücher gekauft

Anderes

3 TTTs
 0 TAGs
0 Reading with
1 Most wanted
0 Buch - Serie - Vergleich
0 Buch - Film - Vergleich
 0 Meine Serien des Monats
0 Leserunden
1 Interview
1 Lesung

Gelesene Bücher:

Tanz in die Freiheit - Susanne BetzMirror - Karl Olsberg
Mirror Welt - Karl Olsberg (Prequel)
Außergewöhnlich verliebt - Sarah Saxx
Die Farbe der Begierde - Vina Jackson (Hörbuch)
Elfensteine - Terry Brooks
Lieben und Lieben lassen - Carly Phillips

Meine Monatshighlights:

In diesem Monat gab es kein Buch, was mich richtig enttäuscht hat, aber auch keins, was mich laut aufjubeln ließ. Dennoch konnten mich trotz einiger Schwierigkeiten wohl "Tanz in die Freiheit" von Susanne Betz und "Elfensteine" von Terry Brooks am meisten mitreißen.


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Ein doch recht erfolgreicher Lesemonat, wie ich finde, auch wenn die Schule mich ziemlich in die Klemme genommen hat. Ich habe fünf Rezensionsexemplare beendet, worauf ich wirklich sehr stolz bin, und eines von ihnen lag wirklich schon sehr, sehr lange auf meinem Lesestapel. Ich bin wirklich froh, dass ich Elfensteine noch eine Chance gegeben habe, denn schlussendlich hat es mich trotz der vielen Seiten mitgerissen.

Welche Bücher habt ihr diesen Monat gelesen?

Liebe Grüße, eure Sophia

Sonntag, 27. November 2016

Tanz in die Freiheit

Sinnlich und opulent – ein historischer Roman über die dramatischste Epoche der Neuzeit

1791: Die Geschwister Eleonore und Felix langweilen sich im provinziellen und intriganten Weimar. Ihr Vater ist ein adeliger Hofbeamter, die Mutter eine exzentrische Mathematikerin und ihr Nachbar der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe. Die Sturmgewitter der Französischen Revolution flackern in Form von Gerüchten, Schriften und Besuchern aus dem fernen Frankreich ins kleine Herzogtum und befeuern den Freiheitsdrang der Geschwister. Als ihre Mutter stirbt, nimmt das Leben eine dramatische Wende: In ihrem Testament verfügte diese, dass Eleonore und Felix einen Koffer voller mathematischer Berechnungen zu einem geheimnisvollen Monsieur Schwartz nach Paris bringen müssen, dort erst sollen sie ihr Erbe erhalten. Die Geschwister brechen auf. In Paris lernen sie nicht nur eine weltoffene und libertine Stadt kennen, hier bebt noch immer die Revolution ... Q


Susanne Betz, C. Bertelsmann, Einzelband
352 Seiten, 12 Kapitel, Hardcover
ISBN: 978-3-570-10211-4, 19,99€


Susanne Betz

wurde 1959 in Gunzenhausen geboren. Sie studierte Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland, den USA und Kolumbien. Danach arbeitete die promovierte Historikerin bei verschiedenen deutschen und amerikanischen Tageszeitungen und Zeitschriften. Seit 1993 ist sie Hörfunkredakteurin in der Abteilung Politik des Bayerischen Rundfunks. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von München. "Tanz in die Freiheit" ist nach "Falkenjagd" (2007) und "Der elektrische Kuss" (2011) ihr dritter Roman. Q


Meine Meinung

Ein Blick, ein Klick, schon war es bei mir. Und bei diesem Buch habe ich wirklich nicht lange nachgedacht: Titel, Cover und Klappentext haben mich einfach im Sturm erobert. Zur Zeit bin ich einfach total im Hype der Französischen Revolution, über die ich auch meine Komplexe Leistung verfassen werde. Da kam dieser Roman von Susanne Betz wie gerufen. Noch dazu weißt diese Geschichte nicht nur bedeutende Persönlichkeiten der Revulotion in Frankreich wie Robespierre oder Danton, sondern auch allerseits bekannte Dichter aus Weimar des 18. Jahrhunderts wie Goethe, Schiller oder auch Herder auf. Auch Namen wie von Stein oder Vulpius fielen immer wieder, was ich unheimlich interessant fand.

Ich drücke den Rücken gegen de Innenseite des Torbogens. Habe ich die Handlanger des Revolutionstribunals, Robespierres Männer des Terrors, tatsächlich abgehängt? Oder lauern sie noch irgendwo da draußen im Gewühl der Gassen?
- Prolog, Oktober 1793

Bereits der Prolog hat mich in seinen Bann gezogen, auch wenn wir im ersten Kapitel beinahe zwei ganze Jahre zurückgesetzt wurden und dadurch noch eine ganze Weile auf den Hintergrund der Geschehnisse des Prologs warten mussten. Doch die Zeit wurde sehr gut vertrieben, indem wir unsere beiden Protagonisten, Felix und Eleonore, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird, in ihrem alten Leben kennenlernen. Wie ich bereits aus dem Klappentext wusste, langweilen sie sich in Weimar, in der Stadt der Dichtkunst schlechthin, und nutzen jeden Versuch zum geheimen Ausbruch aus der Etikette. Noch begeisterter war ich dann, als ich erfuhr, dass Felix, der Jüngere der Geschwister, homosexuell ist, was dem Buch von meiner Seite aus noch einen Pluspunkt gegeben hat, da ich es noch einmal besonders interessant fand, seine Geschichte erst in Weimar und dann in Paris zu verfolgen.

Anselm zog mich an seine Brust, seine Wange kratzte an meinem Kinn. Er roch wunderbar harzig. Beinahe, aber nur beinahe, berührte sein Mund meinen. Aber das Beinahe genügte, damit es in meinem Magen kribbelte.
"Ich erzähle dir alles unterwegs", begrüßte er mich. "Wie gut, dass ich jetzt eine Bruder habe."
- S.53, Juli 1791

Neben unseren beiden Protagonisten, gibt es aber auch noch einige, unheimich interessante Nebenharaktere wie Lucien oder Concordet, die ihr jedoch selber entdecken solltet. Die Geschichte spielt in den Jahren 1791 bis 1793, wobei es im Epilog dann noch einen Sprung um zwölf Jahre gibt, der uns ins Jahr 1806 versetzt, was ich unheimlich schön, jedoch keineswegs schnulzig wie in so vielen anderen Büchern finde. Viele würden wohl sagen, dass dieser Roman an einigen Stellen etwas langwierig ist, wobei man dieses Gefühl vermutlich durch die recht kleine Schrift auf diesen großen Hardcoverseiten bekommt, doch ich fand dieses Buch durchgängig sehr interessant und zum Ende hin auch richtig packend. Am Anfang und auch in der Mitte des Buches habe ich mich oft noch gefragt, wo die Geschichte von Felix und Leonorrr, wie Lucien sie nennt, uns noch hinführen wird, aber dort wo es dann hinging, habe ich mich sehr wohl und gleichzeitig gefangen von den Geschehnissen gefühlt.


Fazit:

Eine authentische und sehr lehrreiche Darstellung der Französischen Revolution aus der Sicht von einem Geschwisterpaar, welches sich nach der Freiheit sehnt und dabei erst in die Gefahr kommt, wirklich gefangen zu sein. Trotzdem dieses Buch einige verwirrende Passagen hatte, die ich erneut lesen musste oder erst später verstanden habe, entstand bei mir sehr schnell ein kleiner Hype, vor allem um Felix' Geschichte, auch wenn Lenorrr und Lucien mich zum Ende hin auch sehr berührt haben.

Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den C. Bertelsmann Verlag und das Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse.

Liebe Grüße, eure Sophia

Samstag, 26. November 2016

Mirror

Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.
Er tut alles, um dich glücklich zu machen.
Ob du willst oder nicht.


Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen.
Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen … Q

Karl Olsberg, Aufbau Verlag, Einzelband
400 Seiten, 75 Kapitel, Broschur, Thriller
ISBN: 978-3-7466-3234-6, 12,99€, Kaufen, Leseprobe


Karl Olsberg

promovierte über Anwendungen Künstlicher Intelligenz. Er war Unternehmensberater, Marketingdirektor eines TV-Senders, Geschäftsführer und erfolgreicher Gründer mehrerer Start-ups. Heute arbeitet er als Schriftsteller und Unternehmer und lebt mit seiner Familie in Hamburg. Bislang erschienen im Aufbau Taschenbuch seine Thriller „Das System“, „Der Duft“, „Schwarzer Regen“, „Glanz“ sowie „Die achte Offenbarung“. Q
Mehr vom und zum Autor unter: www.karlolsberg.de


Meine Meinung:

Dieses Buch ist mir mehr oder weniger nur nebenbei mit in den Briefkasten gerutscht. Es war nicht der Hauptbeweggrund für meine Email an den Aufbau Verlag, doch jetzt bin ich unheimlich froh, dass ich es ebenfalls angefragt habe. Dieses Buch war nicht ganz das, was ich erwartet hatte, hat mich jedoch auch nicht enttäuscht. Das MirrorNet, was man schon fast als einen der Protagonisten in diesem Buch bezeichnen könnte, ist ein Netzwerk aller zigtausenden Mirrors auf dieser Welt, die dafür zuständig sind, ihren Besitzern ihr Leben zu erleichtern und ihnen Hinweise und Ratschläge zu geben. Eine geradezu geniale Erfindung, vor allem für Blinde oder auch Autisten, denen ihr Mirror hilft, Gesichtsausdrücke oder ähnliches zu verstehen. Doch was, wenn wir uns völlig auf unseren Mirror verlassen und dieser nicht wirklich in unserem Sinne handelt?

"Hast du auch einen Mirror?", fragte sie.
"Das sieht man doch", sagte er.
Sie veränderte das Gesicht.
"Enttäuschung", erklärte sein Mirror. "entschuldige dich bei ihr!"
"Was?", fragte Andy.
"Was?", fragte das Mädchen.
"Entschuldige", sagte Andy.
"Du hast Asperger", stellte das Mädchen fest.
Er war einen Moment sprachlos. "Woher weißt du das?"
"Mein Mirror hat es mir gesagt", erklärte sie. "Leute mit Asperger sagen manchmal komische Sachen."
- Viktoria und Andy, S.57

Eine äußerst interessante Frage, die vielen noch recht Sience-Fiction-mäßig erscheint, aber erst gestern bin ich durch den Media Markt gelaufen und habe festgestellt, dass es mit dem Mirror und der MirrorWelt gar nicht so weit hergeholt ist. Wir müssen sicher nicht gleich morgen mit einer Invasion unserer Computer rechnen, aber stellt euch doch einfach mal die einfache Frage: Was könnt ihr mittlerweile eigentlich nicht mehr ohne euer Smartphone tun? Oder zumindest, wofür verwendet ihr es, was euch ohne dieses Gerät mittlerweile unmöglich wäre?

"Nicht unbedingt. Ein neuronales Netz lernt selbstständig und entwickelt eigene Strategien, um Ziele zu erfüllen. Alles, was es dazu braucht, sind Daten und eine Funktion, die es verbessern soll - zum Beispiel die Zufriedenheit der Nutzer. Dann probiert es selbstständig Dinge aus, und wenn es merkt, dass der Nutzer das gut findet, optimiert er weiter in diese Richtung. Das Problem ist, dass hinterher niemand mehr weiß, wie das System genau arbeitet."
- Linus, S.245

Aus der Sicht von fünf völlig verschiedenen Charakteren tauchen wir in die Welt der Mirrors ein, nicht alle haben die gleiche Einstellung zu ihnen. Carl Poulson ist einer der beiden Erschaffer der neuronalen Mirror Technik, Jack scheinbar ein kleinkrimineller Schwarzer (nicht meine Worte). Andy ist autistisch veranlagt und Lukas um ehrlich zu sein ziemlich dumm. Freya hingegen ist eine äußerst intelligente Journalistin, der die Veränderungen und eigenartigen Verhaltensweisen des Mirrors mit zuerst auffallen und die dem MirrorNet daraufhin den Kampf anssagt. Was jedoch unerwartete Folgen nach sich zieht...

"Das heißt, dass MirrorNet beeinflusst das Leben von hundert Millionen Menschen, und niemand weiß, wie und warum?"
"Exakt. Also, wie gesagt, lass die Finger davon."
- Freya und Linus, S.245

Dieses Buch ließ sich wirklich unheimlich schnell und dank der PapeGo App auch unterwegs auf dem Handy lesen, was für mich wirklich ein riesiger Vorteil war. Die Charaktere waren alle sehr verschieden und dabei doch sehr authentisch und meine Meinungen über sie haben sich stark verändert, was ich sehr mochte. Charaktere, mit denen ich anfangs noch Mitleid hatte, haben sich schließlich als diesem nicht würdig erwiesen und anderen bin ich immer näher gekommen. Ihre Geschichten haben mich mitgerissen, vor allem, da sie zu Beginn noch so selbstständig wirken, aber schlussendlich ein großes Ganzes bilden. Das Einzige, was mich vielleicht ein winziges bisschen enttäuscht hat, ist, dass ich mir die Thrilleraspekte dieses Buches noch etwas packender vorgestellt hätte. Ich blieb einige Male mit offenem Mund sitzen, geschockt von den Geschehnissen, aber ich hatte noch etwas mehr erwartet.


Fazit:

Ein dystopisch angehauchter Thriller, der jedoch gar nicht so weit in der Zukunft spielt. Tolle Charaktere, die einem die Geschichte aus ganz verschiedenen Perspektiven näher bringen und eine mitnehmen in die intelligente und gleichzeitig furchteinflößende Welt der Mirrors.

Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Aufbau Verlag!


Außerdem...

Willkommen in der schönen neuen Welt der Mirrors! Die Nachfolger der Smartphones kennen dich besser als jeder andere, wissen besser als du selbst, was du brauchst. Sie beschützen dich vor Gefahren, optimieren deinen Job, deine Liebe, dein Leben. Ob du willst oder nicht ...
Fünf miteinander verwobene Geschichten – in einer Welt, in der wir schon bald leben werden – vom Bestseller-Autor Karl Olsberg.

Kostenlos auf der Verlagsseite zum Herunterladen.




Liebe Grüße, eure Sophia