Samstag, 29. Juli 2017

[Rezension] Dark Mafia King von Annika Martin

Alle fürchten die schlafenden Könige - und jetzt sind sie aufgewacht!
Aleksio Dragusha sollte die Welt zu Füßen liegen. Zusammen mit seinen Brüdern sollte er eines Tages über die Mafia in Chicago herrschen, doch stattdessen musste er mit neun Jahren hilflos mitansehen, wie seine Eltern ermordet und seine Brüder verschleppt werden. Getrieben von Rache hat er nur einen Wunsch: seine Brüder zu vereinen und sein rechtmäßiges Erbe anzutreten!  Um den Mann zu stürzen, der ihm alles genommen hat, entführt er das Einzige, was Aldo Nikolla wichtig ist: Dessen Tochter Mira, Aleksios beste Freundin aus Kindertagen. Q

Annika Martin, Lyx Digital,  Band 1
331 Seiten, 30 Kapitel, eBook (only)
8,99€, ISBN: 978-3-7363-0522-9

Annika Martin

ist eine New-York-Times-Bestseller-Autorin, die mit ihrem wundervollen Ehemann und ihren zwei Katzen in einem Haus voller Pflanzen, Sonnenschein und Büchern lebt. Sie ist ganz versessen darauf, Liebesgeschichten über Kriminelle zu schreiben - manche schmutzig und lustig, andere dunkel und intensiv. Sie schreibt außerdem unter dem Namen der RITA-Award-Gewinnerin Carolyn Crane. Q

Dangerous Royals - Reihe

Meine Meinung


Nur ein paar wenige von euch, wenn überhaupt, werden schon einmal von JellyBooks gehört haben. Ich kann euch diese Website sehr ans Herz legen und werde dort ab jetzt auch immer öfter unterwegs sein, denn sie hat mir ermöglicht, dieses wundervolle Buch kostenfrei zu lesen. Auch wenn ich überhaupt nicht der Typ dafür bin, digital oder gar auf meinem Handy zu lesen, hat mich dieses Buch vollkommen davon überzeugt, dass es sich lohnen kann. Es hat mich von der ersten Seite an gepackt und mitgerissen. Und die Spannung ließ bis zur letzten Seite auch kein einziges Mal nach. Die Geschichte um den Mafia Prinz Aleksio, der sich gemeinsam mit seinem Bruder Viktor auf der Suche nach dem jüngsten der drei Brüder, Kiro, macht und dabei schwört, Rache an dem Mörder seiner Eltern zu nehmen, hat mich völlig gefesselt, als wäre ich diejenige, die von ihm gekidnappt wird.


"Was ist mit Kiro?"
"Ich werde die Welt für ihn niederbrennen."
- Viktor und Aleksio, S.110


Bereits mein erster Eindruck spiegelte dieses düstere Feeling, das der Klappentext dem Leser verspricht, wunderbar wieder. Aleksios Gedanken sind hart, manchmal ziemlich gnadenlos und heiß. Nachdem er miterleben musste, wie seine Eltern umgebracht wurden, ist er zu einem anderen Menschen geworden und somit nicht mehr der Mensch, den Mira, seine beste Freundin aus Kindheitstagen, zu kennen glaubt. Doch die Vertrautheit zwischen ihnen ist in all den Jahren nicht verschwunden, das konnte man sehr deutlich spüren. Dabei sollte sie für Aleksio keine Rolle mehr spielen, denn sie ist seine Geisel, sein Druckmittel, um seinen Bruder zu finden. Aleksio und Viktor sind sich in gewisser Weise sehr ähnlich, auch wenn sie getrennt aufgewachsen sind. Was sie aber gemein haben ist die bedingungslose Liebe für den jeweils anderen, und der Wille, sich notfalls für ihn zu opfern. Sie geraten oft in diesem Buch aneinander, doch man weiß, dass das nur so ist, weil sie sich so ähnlich sind. Ich habe beide ins Herz geschlossen, wobei ich es auch gut finde, ein paar Kapitel aus Viktors Sicht bekommen zu haben. So freut man sich nun mehr auf seinen eigenen Band.


Sicherheit ist, jedes Jahr mit demselben Namen in dieselbe Schule zu gehen. Sicherheit ist, sich darauf zu freuen, zu schlafen. Sicherheit ist, die Straße entlangzugehen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass jemand da hinten weiß, wer du bist. Sicherheit ist, niemals über Sicherheit nachzudenken, oder zu wissen, was sie ist.
- S.118


Die Beziehung, die sich langsam wieder zwischen unseren Protagonisten entwickelt, ist düster und prickelnd, die zwischen den Brüdern geradezu zwanghaft, aber doch wirken die Charaktere wundervoll authentisch. Noch dazu lässt die ganze Angelegenheit, die Mafia betreffend, den Leser den Würgegriff spüren, der unsere Hauptakteure zu ersticken droht (das sprichwörtliche Damokles - Schwert). Von der ersten bis zur letzten Seite war ich vollkommen gefesselt und habe die Wörter nur so verschlungen, um zu wissen, ob die Dragushas endlich ihren Bruder finden, ob sie ihr Königreich zurückgewinnen können und ob das zwischen Aleksio und Mira funktionieren kann, obwohl sie in völlig verschiedenen Welten leben und leben wollen. Die Gefühle zwischen den Brüdern und vor allem die zu dem vermissten Kiro sind überwältigend und ergreifend.


"Du hast mich gefragt, was ich habe. Dein verdammter Kontenvergleich und so. Nun, ich werde dir sagen, was ich habe. Ich habe Liebe, und ich habe Ehre. Ich habe eine Familie, für die ich verdammt noch mal hier an Ort und Stelle sterben würde."
- Aleksio, S.134


Was ich ebenfalls sehr, sehr gut finde, ist, dass die Kapitel aus der Sicht des einen und des anderen sehr ausgeglichen sind. Viele Autorinnen neigen dazu, mehr die Protagonistin in den Mittelpunkt zu stellen und mehr aus ihrer Sicht zu berichten, doch hier war es sogar mehr anders herum. Und das finde ich wirklich gut, denn meiner Meinung nach ist Aleksio der interessantere und durchstricktere Charakter. So wird das erste und auch das letzte Kapitel aus seiner Sicht erzählt. Leider habe ich zu bemängeln, dass sich am Ende die Beziehung zwischen den beiden etwas aufdrängt, auch wenn das Geschehen um die Brüder weiterhin im Mittelpunkt zu bleiben versucht. Aber das gelingt nicht ganz, was ich schade finde, da eben das dieses Buch so besonders macht.


Fazit:

Dieses Buch ist wirklich eines, für das man die Nacht durchmacht. Die Nerven des Lesers werden auf die Folter gespannt und auch wundervoll zum Prickeln gebracht, denn die Sexszenen haben es hier definitiv in sich. Ein Buch, das vor allem von familiären Gefühlen berichtet und so intensiv ist, habe ich lange nicht mehr gelesen. Noch dazu ließ es sich wahnsinnig schnell lesen, sodass die Seiten nur so dahin geflogen sind.
Prickelnd, gefährlich und intensiv!



Liebe Grüße, eure Sophia!

1 Kommentar:

  1. Wow, diese Rezension macht wirklich Lust auf das Buch... es ist notiert ;)

    Liebe Grüße
    Corinna

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