Sonntag, 30. Juli 2017

[Rezension] Götterleuchten: Erwachen des Lichts von Jennifer L. Armentrout

Eben noch verlief Josies Leben normal. Doch plötzlich taucht ein mysteriöser Typ mit goldenen Augen auf und behauptet, sie sei eine Halbgöttin. Somit ist sie dazu auserkoren, die Unsterblichen des Olymps im Kampf gegen die Titanen zu unterstützen. Um ihre Bestimmung zu erfüllen, muss Josie lernen, ihre Kräfte zu nutzen. Dabei zur Seite steht ihr der impulsive Seth. Bald merkt Josie, dass er ihr gefährlicher werden könnte als die entfesselten Mächte der Unterwelt … Q


Jennifer L. Armentrout, Harper Collins, Götterfunken 1
432 Seiten, Kapitel, Hardcover
16,99€, ISBN: 9783959670968





Jennifer L. Armentrout

Ihre ersten Geschichten verfasste Jennifer L. Armentrout im Mathematikunterricht. Heute ist der bekennende Zombie-Fan New York Times und SPIEGEL-Bestsellerautorin und schreibt Fantasy- und Liebesromane für Jugendliche und Erwachsene – und denkt nicht mehr an die schlechten Mathenoten von damals… Q


Die Götterleuchten - Reihe

 Band 1: Erwachen des Lichts
Band 2: Im leuchtenden Sturm
Band 3: Glanz der Dämmerung



Meine Meinung


Jennifer L. Armentrout ist eine Autorin, von der ich bereits wahnsinnig viel gehört, aber bisher noch kein Buch gelesen hatte. Somit ist dieses hier mein Allererstes. Ich ging mit recht hohen Erwartungen heran, andererseits sagte ich mir aber auch, dass es mir nicht gefallen muss, nur weil es allen anderen gefällt. Im Nachhinein kann ich sagen, dass sie mich als Autorin sehr überzeugt hat und ich auf jeden Fall auch den zweiten Band lesen werde, denn die Protagonisten Seth und Josie haben mich wundervoll durch die Geschichte getragen.


"Ich spürte eine große Erschütterung der Macht", erklärte er.
Ich kniff die Augen zusammen und stieß gereizt die Luft aus. "Hast du jetzt ernsthaft Star Wars zitiert?"
Apollo, der Gott der Sonne und anderer ätzend wichtiger Dinge, wodurch er praktisch unmöglich umzubringen war, wenn man nicht gleich die Welt vernichten wollte, zuckte mit einer Schulter.
"Kann schon sein."
- Apollo und Seth, S.13


Zugegebenermaßen hatte ich mit diesem Buch ein paar Anlaufschwierigkeiten. Das Thema und auch die Idee interessierten mich sehr - griechische Götter fand ich schon immer toll -, doch mein erster Eindruck war, dass sie hier etwas ins Lächerliche gezogen werden. Apollo kichert plötzlich, zitiert Star Wars und lacht aus unerfindlichen Gründen lauthals auf. Das passte einfach nicht zu meinem Bild von ihm und ließ mich auf den ersten Seiten immer wieder stutzen. Das Buch wirkte zwar recht locker geschrieben, aber wie gesagt etwas lächerlich, was zum Glück nach einer Weile wegfiel, der lockere und schnell lesbare Schreibstil blieb jedoch.


Seth streckte eine Hand nach mir aus, doch ich schüttelte den Kopf. "Es geht mir gut. Ich habe nur noch nie miterlebt, wie sich jemand vor meinen Aufen selbst photoshoppt."
- Josie über Apollos Gestaltwandlung, S.326


Die Protagonisten haben beide einen tollen Charakter, wobei mir Seth noch einen Ticken besser gefallen hat als Josie. Beide haben jedoch äußerst unterhaltsame Gedanken, jedoch habe ich mich viel schneller zu einem Seth-aholic statt zu einer Josie-Liebhaberin entwickelt. Ich meine, wir wollen doch alle einen Seth in unserem Leben, oder? Er ist so schön direkt und sagt einfach, wenn er etwas will oder abstößt. Er verstellt sich nicht, auch wenn er versucht, sich besser zu kontrollieren, wenn er in Josies Nähe ist, aber das ist ja nichts Schlechtes. Er ist sarkastisch, aber dann auch wieder sehr liebevoll. Ein toller Charakter. An Josie hat mir vor allem gefallen, dass sie sich selbst und auch Seth sie als etwas rundlicher sieht. Sie scheint kein Model zu sein, wie es in anderen Büchern oft den Anschein macht, sondern ein richtiger Sportmuffel, der dann aber auch mit den Pfunden mehr leben muss und kann.


"Wer als Erster an der Tür ist."
Spöttisch zog er eine Augenbraue hoch. "Du wirst auf der Treppe fallen und dir ein Bein brechen."
"Mistkerl."
- Josie und Seth, S.342


Zwei Charaktere, die ich aber noch mehr ins Herz geschlossen habe als unsere Protagonisten, sind Luke und Deacon, sogenannte Freunde von Seth, die aber zusammen einfach herrlich sind und sich von den Menschen in ihrer Umgebung nicht sagen lassen, ob sie zusammen sein dürfen oder nicht. Sie beide sind tolle Nebencharaktere, die ich hoffe, in den nächsten zwei Bänden noch mehr zu erleben, denn sie haben dieses Buch noch einen Ticken besser gemacht. Deacon und Josie sind auch ziemlich gute Freunde geworden und haben sogar gemeinsam Supernatural geschaut. Diese Serie, meine absolute Lieblingsserie wohlbemerkt, wurde ganze dreimal in diesem Buch erwähnt, und auch wenn ich die Autorin dafür liebe, dass sie diese Leidenschaft mit mir teilt, fand ich es irgendwie unpassend. Es wirkte, als hätten die ganzen Charaktere nichts Besseres zu tun, als Supernatural zu schauen, und als hätten sie es auch alle gesehen. Das fände ich für unsere Welt wünschenswerter als für Josies.


Fazit:

Ein schönes, originelles und packendes Buch, das mich nach anfänglichen Schwierigkeiten und trotz einiger Kleinigkeiten zum Ende hin wirklich mitreißen konnte. Leider wurde sich ab der Hälfte meiner Meinung nach zu sehr auf die Beziehung zwischen Seth und Josie fokussiert, was das Buch wieder mehr in den Schatten anderer stellte.


Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an Harper Collins!

Liebe Grüße, eure Sophia

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