Samstag, 1. Juli 2017

[Rezension] Infiziert von Teri Terry

Unaufhaltsam schleicht sich der Tod von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt und selbst wenn er dich verschont, wirst du nie wieder sein, wie zuvor. Shay ist schockiert, als sie die 12-jährige Callie auf einer Vermisstenanzeige wiedererkennt. Vor über einem Jahr ist sie dem Mädchen begegnet und dabei offenbar Zeugin einer Entführung geworden. Zusammen mit Callies Halbbruder Kai macht sie sich auf die Suche – nicht ahnend, welche Katastrophe bereits auf das ganze Land zurollt. Denn Callie wurde nicht nur entführt, sondern als Forschungsobjekt missbraucht. Und der Erreger, mit dem das Mädchen infiziert wurde, breitet sich nun in Großbritannien aus. Als auch Shay plötzlich Symptome der tödlichen Krankheit zeigt, beginnt für sie und Kai ein Wettlauf gegen die Zeit ... Q

Teri Terry, Coppenrath, Band 1/2
480 Seiten, 137 Kapitel, Hardcover
19,95€, ISBN 978-3-649-62599-5, Kaufen



Teri Terry

lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und sie hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben. Ihre häufigen Umzüge haben Teri oft in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sie sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen. Q


Meine Meinung

  
Dieses Buch von Bestsellerautorin Teri Terry durfte ich wie bereits ihren letzten Roman vor dem Erscheinungstermin lesen, was ihren spannenden Geschichten noch einen besonderen Kick gibt. Vor allem bei diesem hier, Infiziert, war es bei mir so. Die Geschichte beginnt mit recht vielen, kurzen Kapiteln, die abwechselnd aus der Sicht von Shay und Callie erzählt werden, die sich zu Beginn der Handlung noch an völlig verschiedenen Orten und in völlig verschiedenen Situationen befinden. Doch schon bald werden ihre Geschichten zu einer werden, denn Shay ist die letzte Person, die Callista vor ihrer mutmaßlichen Entführung gesehen hat und setzt sich deshalb zu Beginn des Buches mich deren Bruder Kai in Verbindung.


Ich bin krank, sagen sie, und muss geheilt werden. Aber ich fühle mich nicht krank. Nicht mehr.
- Subjekt 369 X, S.11


Ich habe es sehr genossen, die Charaktere in diesem Buch, vor allem Shay, Callie und Kai, näher kennen zu lernen und immer wieder neue Dinge mit ihnen zu erleben und über die "Grippe" herauszufinden. Der Ernst der Lage wirkt sich schnell nicht nur auf die drei, sondern auf ganz Großbritannien aus und durch Teri Terrys Schreibstil auch auf den Leser. Das Buch mit seiner packenden Geschichte lässt sich sehr schnell und leicht lesen, auch wenn einige Szenen mir länger im Geist herumspukten. Ich hatte nicht erwartet, dass Shay so nah an das Geschehen um die Grippe herantritt und dabei auch an infizierte Menschen sowie Leichen. Diese Szenen zeigten mir, wie gefühlvoll und emotional die Autorin Shays Gefühle in Worte fassen und sie auf den Leser übertragen kann. Das Buch hat weniger mit Fantasy zu tun als Terrys letztes Werk Book of Lies, welches ich im letzten Jahr gelesen und rezensiert habe, denn wie sich nach und nach herausstellt, ist dieses dystopische Szenario gar nicht mal so futuristisch.



Ich fuhr nach Hause und vergaß das Mädchen.
Bis heute.

Calista, 11 Jahre. Vermisst.
- S.19


Selbstverständlich gibt es wie immer auch eine kleine Liebesgeschichte, welche jedoch zum Glück erneut nicht vorrangig, dennoch schön zu lesen ist. Kai habe ich sehr ins Herz geschlossen, teilweise sogar noch mehr als Shay, aber vor allem mehr als seine kleine Schwester, die ich am Ende leider für ziemlich unsympathisch und feige halte, auch wenn ich sie bis dahin sehr mochte. Aber vielleicht sollte ich da nicht allzu streng sein, immerhin ist sie gerade einmal 12. Und trotz ihres geringen Alters hat sie sich im Laufe der Geschichte sehr oft behauptet, was ich ihr zugute halte.


Fazit:

Eine Dystopie, die näher liegt, als man vielleicht glaubt, und die so einige Überraschungen für seine Charaktere und Leser bereit hält, auch wenn der große Clue leider nicht ganz funktioniert hat. Dennoch war das Ende unglaublich packend und nun bin ich einfach unheimlich gespannt auf den zweiten Band dieser Dilogie!


Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Verlag!

Schaut in den nächsten Tagen auch bei unserer Blogtour zu dem Buch vorbei und gewinnt mit etwas Glück eine Ausgabe dieser Dystopie!

Liebe Grüße, eure Sophia

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